23a: AL-GAZULI – "DALA’IL AL-HAIRAT" (Die Beweise der Wohltaten). Arabische Handschrift auf Papier.

Osmanisches Reich, wohl spätes 18. Jhdt. 16,1 x 11,2 cm. Mit Kopfstück am Textbeginn und zwei ganzseit. Miniaturen in Gold und Deckfarben sowie zahlr. Punkten als Verstrennern in Rot. Textblöcke aller Seiten von doppelten Randlinien in Rosa eingefaßt. Schriftspiegel: 12,5 x 7 cm. 99 nn. Bl. 13 Zln. Blindgepr. rotes Ldr. d. Zt. mit Deckellasche (beschabt und bestoßen). (128)
Schätzpreis: 300,- €
Ergebnis: 150,- €

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Das populärste der sunnitischen Gebetbücher, hier in einer nicht gerade feinen Handschrift und sehr schlichter Illumination, bestimmt für den täglichen Gebrauch oder als Reisebegleiter im Taschenformat. Der Verfasser, Muhammad al-Gazuli (ca. 1390-1465), wird als einer der „sieben Heiligen von Marrakesch“ verehrt. Er war der Erneuerer der Schadhiliyya (des Sufiordens) und ist einer der populärsten Heiligen des Islam. Sein hier vorliegendes Hauptwerk ist ein Lobgesang auf den Propheten. – Die doppelseitige Miniatur mit einer sehr abstrahierten Darstellung der heiligen Stätten von Mekka und Medina. – Datierungskriterium ist unter anderem das recht kräftige westliche Büttenpapier mit dem bekannten Wasserzeichen dreier Halbmonde in gleicher Größe, dazu als Beizeichen lateinische Buchstaben. – Buchblock gebrochen, dadurch der Rücken mit erstem Textblatt vom Block gelöst, stellenw. stärker gebräunt und fleckig.