239: TOTENTANZ – ZWEN TODENTÄNTZ,

deren der eine zu Bern dem anderen Ort hochloblicher Eydtgnoschafft zu Sant Barfüssern, der ander aber zu Basel dem neundten Ort gemelter Eydtgnoschafft auff S. Predigers Kirchhof mit teutschen Versen, darzu auch die lateinischen kommen, ordenlich sind verzeichnet. Basel, U. Fröhlich, 1588. 4º. Mit 60 Textholzschnitten (teils in Wiederholung). 7 Bl., 103 S., 1 Bl. Spät. Heftstreifen. (153)
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Erste Ausgabe, von großer Seltenheit. – VD 16 Z 710. Massmann 30. Hieronymus, Petri-Schwabe, 582. Riggenbach, Der Buchdrucker Huldrich Frölich, "Plauensis, jetzt Burger zu Basel", in: Basler Zeitschrift für Geschichte und Altertumskunde 58-59 (1959), S. 215-229. – Nicht im STC und bei Adams. – "Huldreich Frölich von Plauen, Burger von Basel, wo er am 3. Februar 1610 starb, gab diese Nachschnitte des holbeinischen Todtentanzes an als Abbildungen des Baseler Todtentanz-Gemäldes und verbreitete damit eine bis in die neuesten Zeiten fortdauernde Verwirrung, die seit 1715 bis 1796 Conrad Mechel befördert, indem er jene Schnitte des GS etc. von 1576 unter gleichem Titel immer wieder auflegte… Die Verwirrung befestigte sich dadurch, dass von Anfang an Bilder des Baseler öffentlichen Todtentanzes eingemischt waren… – Die von H. Frölich zugegebene lateinische Uebersetzung des Baseler Todtentanzes findet sich 1584 schon in Casparis Laudismanni… Decennalia mundanae peregrinationis… In der Vorrede aber schreibt sich Frölich die Arbeit zu." (M.). – Römische und arabische Zahlen wechseln sich in der Paginierung ab. – Buchblock gelockert, Titel mit Ausschnitt im unteren Rand, ab S. 24 im unteren Rand wurmspurig (kein Textverlust), das letzte Bl. verso mit Eintrag in Griechisch von alter Hand, gebräunt und fleckig.

Danse Macabre, with 60 woodcuts in the text. – Not in STC or Adams. – Block loosened, title with cut out at bottom margin, worming on the bottom margin from p. 24 on, last sheet with Greek old inscription on the verso, tanned and soiled. – Later bindingstrip.