23: HEILMITTELBUCH –

Deutsche Handschrift auf Papier. Fragment. Wohl Österreich, 2. Hälfte 18. Jhdt. 4º. Ca. 120 Bl. Ohne Einband. (102)
Schätzpreis: 300,- €
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Ergebnis: 150,- €


Enthalten sind etwa 200 Heilmittelrezepte, von mehreren Händen in sauberer Kurrentschrift geschrieben. – Diktion und Schreibweisen lassen eine Entstehung in Österreich vermuten. Erwähnt seien "Ruhr Salben von dem Prinz Rubert", "Muetter Sälbel vor die Kindelbötterin", "Kayßerin Eleonorae Magen Wasser" oder "Die guldene Milich". – Bindung in Auflösung begriffen, anfangs einige Bl. lose und mit Randschäden, wasserrandig, fleckig und gebräunt.

Beiliegt eine (framgentarische) Handschrift aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts (4º, S. 7-218); in dem Nachschlagewerk für Heilmittel sind zu den sechs Abschnitten "Brust", "Oden, Luftröhr, Astma", "Husten, Bluthusten", "Schnupfen, Geruch", "Nasenbluten", "Genick, Nacken, Schultern, Schulterblätter" und "Rücken, Kreutz, Lände" die Heilmittel mit ihren lateinischen Bezeichnungen jeweils in alphabetischer Folge angeordnet; ferner das Fragment einer Handschrift mit Abschriften von alchemistischen Rezepturen aus dem späten 19. Jhdt. (Fol., 2 lose Doppelbogen) mit der Überschrift "Das Vierdte Tractätlein. Begreift in sich sechs unterschiedliche vornehme Artzneyen". Enthalten sind etwa Anleitungen "wie der männliche Samen zu vermehren und zur Fruchtbahrkeit zu bringen", "wie man aus allen Metallen soll ein Gantz machen".