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Leyenspiegel. Von rechtmässigen Ordnungen inn Burgerlic(henn) und Peinlichen Regimenten. Mit Additionen ursprüngklicher Rechtsprüchen. Auch der Guldin Bulla ... (Straßburg, J. Rihel und G. Messerschmidt), 1560. Mit 22 Holzschnitten und 6 Holzschnitt-Diagrammen im Text. 4 nn., CXXVII num., 3 nn. Bl. Blindgepr. Ldr. d. Zt. (professionell restauriert). (123)
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VD 16 T 352. STC 852. Adams L 338. – Eines der Hauptwerke der deutschen Rechtsliteratur in erweiterter Ausgabe. – Die Holzschnitte sind Kopien nach den Augsburger Drucken und wurden zum Teil bereits in der Straßburger Ausgabe von 1514 benutzt. – Enthalten ist auch ein Abschnitt "von kätzerey, warsagen, schwarzer kunst, zauberey, unholden &c." (erstmals in der Ausgabe 1511 beigegeben). "Diese Ergänzung beruht vollständig auf dem dritten Teil des Hexenhammers. Damit lag der für den weltlichen Richter wichtigste Teil des Malleus maleficarum nunmehr endgültig in deutscher Sprache vor, dazu in einem weitverbreiteten Handbuch, das für das ungelehrte Gerichtspersonal den Leitfaden in allen rechtlichen Angelegenheiten bildete" (vgl. Kat. Hexen und Hexenverfolgung im deutschen Südwesten, Nr. 176). – Titel aufgezogen (Abriß mit Bild – und Buchstabenverlust), Holzschnitt auf Bl. CXIII läd., einige Bl. mit (tls. hinterlegten) Fehlstellen, Aus – oder Einrissen, wasserrandig, fingerfleckig, fleckig und gebräunt. – Nachgebunden ist ein Fragment des "Clagspiegel" von Sebastian Brant (1553). – Innengelenk gebrochen, Vorsätze erneuert (fliegendes Blatt lose).