195: RUDORFFER, E., Luftwaffenoffizier und Jagdflieger (1917-2016).

Masch. ausgefülltes, vorgedrucktes Formular mit e. U. Dat. "Gefechtsstand" (wohl Wenden [Césis], Lettland), 15. 9. 1944. Fol. Zwei Seiten. (50)
Schätzpreis: 200,- €
Ergebnis: 180,- €


"Kriegs-Beurteilung" des Staffelkapitäns Oberleutnant Helmut Wettstein, der Erich Rudorffer, zu diesem Zeitpunkt Kommandeur der II. Gruppe des Jagdgeschwaders 54 "Grünherz" an der Ostfront, seit dem 27. August 1944 unterstellt war. – Rudorffer war der letzte lebende Träger des Eichenlaubs mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. – Das Dokument mit der zusätzlichen Unterschrift des Geschwaderkommodores Dietrich Adolf Hrabak (1914-1995), der seit dem 1. Oktober der Kommodore des Jagdgeschwaders 54 war (offensichtlich im voraus ausgestellt). – Helmut Wettstein, geboren am 25. 8. 1913, ist bis Kriegsende noch bis zum Hauptmann aufgestiegen. – Eingangsstempel, mehrere Archivvermerke, gelocht, leicht gebräunt. – Beiliegen:

I. STEINER, F., General der Waffen-SS (1896-1966). Eigenhändige Unterschrift auf einer Liste für die Verleihung des "Eisernen Kreuzes II. Klasse". Datiert K(ompanie) Gef(echts) St(and), 8. 8. 1944. Fol. Eine Seite. – Als Kommandierender General des III. Panzerkorps im "Ostfront-Einsatz", ausgestellt zugunsten des SS-Unterscharführers Sören Westmann. Mit Stempel des III. Panzerkorps der Waffen-SS.

II. STUCKART, W., NS-Politiker und SS-Obergruppenführer (1902-1953). Zwei eigenhändige Unterschriften auf zwei Ernennungsvorschlägen (Beförderungen). Datiert Berlin, 23. 2. und 14. 12. 1944. Fol. Je vier Seiten. – Vorschläge zur Beförderung der Regierungsassessoren Dr. Rudolf Titz und Dr. Ernst Stieber zu Regierungsräten, ausgestellt in Vertretung des Reichsministers des Innern. Die Ernennung erfolgte am 11. 3. und am 19. 12. 1944 durch die "Präsidialkanzlei des Führers", ausgestellt durch deren Chef Otto Meissner (1880-1953), diese Einträge gestempelt und von Meissner paraphiert.

III. Ein gedrucktes Kärtchen mit eigenhändiger Unterschrift des ehemaligen Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Erich Raeder (1876-1960), datiert Lippstadt, Dezember 1955 (10,5 x 15,5 cm), als Dank für Grüße nach seiner vorzeitigen Entlassung aus dem Spandauer Kriegsverbrechergefängnis.

IV. Eine Urkunde mit eigenhändiger Unterschrift des hessischen Ministerpräsidenten Georg-August Zinn (1901-1976), datiert Wiesbaden, 29. 10. 1953.