1929: ASIEN – ROTES MEER –

"Maris Rubri seu Sinus Arabici Pars Maxima ad observationes ab Auctore annis MDCCLXII et MDCCLXIII institutas delineata a C. Niebuhr". Zweiteilige Manuskriptkarte auf einem Blatt, mit Titelkartusche und Meilenzeiger. Tusche auf Papier. Dat. 1762/63. Je ca. 23,5 x 17 cm (Blattgr.: 25,7 x 37,1 cm). – Auf Trägerkarton montiert. (139)
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Erste detaillierte Karte des Roten Meeres. – Vgl. Wiesehöfer/Conermann, Carsten Niebuhr und seine Zeit, Stuttgart 2002, Falttafel nach S. 152 (Abb. der nach Niebuhr gestochenen Karte des Rotes Meeres). – Die vorliegende Karte weicht in einigen Bereichen von der später gestochenen, detaillierteren Karte ab. Ob hier ein Entwurf für die Druckfassung oder eine zeitgenössische, etwas veränderte Kopie der Druckfassung oder eines Entwurfes dafür vorliegt, läßt sich von uns nicht abschließend entscheiden. Jedenfalls ist nur die Jemenkarte Niebuhrs, nicht aber die Karte des Roten Meeres in Reinzeichnung erhalten (D. Lohmeier, Carsten Niebuhr, in: Wiesehöfer/Conermann, S. 17-41, hier S. 33). – Der deutsche Mathematiker, Kartograph und Forschungsreisende Carsten Niebuhr (1733-1815) wurde 1761 von König Frederik V. von Dänemark als Kartograph in die sechsköpfige dänische Arabien-Expedition berufen. Nach einem Abstecher auf die Halbinsel Sinai wurde die Reise in Suez auf einem Pilgerschiff nach Dschidda und Mekka im heutigen Saudi-Arabien fortgesetzt. Um Konflikte mit den Einheimischen zu vermeiden, legte Niebuhr für seine weitere Reise Landestracht an. Er fertigte die erste verläßliche Kartenskizze des Roten Meeres an. – Zu Niebuhrs Reise siehe auch Henze III, 602-612. – Oben bis knapp an die Einfassungslinie beschnitten, etw. fleckig und gebräunt. – Aus der Bibliothek von Herry W. Schaefer.

First detailed map of the Red Sea. – Two-part manuscript map on one leaf with title cartouche and miles indicator. Ink on paper, dated 1762/63. Each ca. 23,5 x 17 cm (leaf size: 25,7 x 37,1 cm). – Mounted on supporting cardboard. – The present map differs in some areas from the later engraved and more detailed map. We cannot definitely determine whether we have here a draft for the print version or a contemporary, somewhat modified copy of the print version or draft. In any case only Niebuhr’s Yemen map exists in fine-drawing, not the map of the Red Sea. – At top closely trimmed up to border line, a little soiled and browned. – From the library of Herry W. Schaefer.