1648: LINDAU – (HEIDER, D.),

Gründliche Außführung, wessen sich deß H. Reichs Stadt Lindaw, wegen einer, Ihro in anno 1628. ohnversehens abgelöster, und dem Herrn Grafen von Montfort administratiorio nomine, ... überlassner ...; folgends in anno 1638. der Ertzherzogin Claudiae Fürstl. Durchleucht pendente lite cedierter Reichs-Pfandschafft ... wider menniglich zu halten, zu behelffen und zu getrösten hab. Nürnberg, Endter, 1643. Fol. Mit Titelvign. in Holzschnitt (ohne die Kupferstichkarte). 4 Bl., 971 S., 46 Bl. Pgt. d. Zt. (Kapitale gering läd., Schließbänder entfernt, fleckig). (190)
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Einer von zwei Drucken aus demselben Jahr, hier mit der Angabe "In Annis M.DC.XLI. …" und der Vign. mit Justitia und Prudentia auf dem Titel. – VD 17 23:627734V. Holzmann/Bohatta I, 3591. Pütter I, 216. ADB XI, 304. – Daniel Heider (1572-1647), Syndikus der Stadt Lindau, griff durch seine umfangreiche Abhandlung in einen alten Gebiets- und Rechtsstreit zwischen Stift und Land Lindau ein, der durch die Ereignisse des Dreißigjähren Krieges wieder akut geworden war. – Wie meist ohne die Karte. – Gelenke angebrochen, Vortitel mit angerändertem Eckabriß, anfangs oben mit kleiner Wurmspur, am Ende wasserrandig, letztes Blatt mit kleinem Ausriß (geringer Buchstabenverlust); leicht fleckig. – Titel mit Besitzvermerk des Benediktinerklosters Weingarten, datiert 1644.