158: SPRANGER, E.,

Philosoph (1882-1963). E. Brief mit e. U. Dat. Tübingen, 18. 11. (19)52. 4º. 3 S. – Mit e. adressiertem Kuvert. (95)
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An die Ärztin Gertrud Becker-Blunck. – Spranger beantwortet wohl einen Brief der Hamburger Ärztin, in dem sie ihm die Scheidung oder den Entschluß zur Scheidung mitteilt, mit Verständnis und Bedauern. Im zweiten Teil des Briefes spricht Spranger unter anderem über einen jungen Mann namens Peter Meyer, der wohl nicht für das Amt eines Seelsorgers geeignet sei. Außerdem schreibt Spranger über sein etwas getrübtes Verhältnis zu dem Psychiater und Ordinarius der Tübinger Universität, Ernst Kretschmer (1888-1964): "… auch, weil ich der Weltanschauung, die er und sein Kreis vertritt, fernstehe." Schließlich äußert er sich über Tübingen: "Es ist nichts mehr übrig von der Ruhe, an die jeder bei dem Raume einer kleinen Universitätsstadt denkt." – Mit horizontaler Faltspur in der Mitte, etw. fleckig und am Rand leicht gebräunt.