152: URKUNDEN – KITZINGEN – URFEHDEBRIEF.

Deutsche Urkunde auf Papier. Wohl Kitzingen, dat. 3. 11. (Dienstag nach Allerheiligen) 1523. 42 x 34 cm. Etwas mehr als eine Seite. Ein Blatt. Mit papiergedecktem Siegel (und Spuren von 2 abgefallenen Siegeln). (26)
Schätzpreis: 800,- €
Ergebnis: 400,- €


Urfehdebrief des Linhart Markhart, Bürger zu Stadtschwartzach (heute ein Ortsteil von Schwarzach am Main im Lkr. Kitzingen) und Untertan der Markgrafen Kasimir und Georg von Brandenburg-Ansbach, ausgestellt bei seiner Entlassung aus dem Gefängnis in Kitzingen, wo er "etlich Tag darinnen gelegen", wegen einer Tätlichkeit gegen den Philip Seibot, Vogt zu Kitzingen. – Die Urfehde bedeutete den Verzicht auf künftige Gewalt zur Wahrung des Friedens. In unserem Fall gibt Linhart Markhart sein schuldhaftes Verhalten zu und beteuert für sich, seine Erben und Verwandten, daß er keine Rache am jetzigen oder künftigen Bürgermeister und Rat zu Kitzingen oder an den Bürgern nehmen werde. Er stellt zwei Bürgen, die ihn im Falle eines Fehlverhaltens wieder in das Gefängnis bringen sollen oder, sollten sie seiner nicht habhaft werden, an seiner statt in das Gefängnis gehen sollten. – Gefaltet, mit kleinen Fehlstellen an den Faltungen und einzelnen Randläsuren, etw. fleckig, leicht gebräunt.