150: ZEPPELIN – SCHACHT, H., Reichsbankpräsident und NS-Reichsminister (1877-1970).

Drei masch. Brief mit e. U. Dat. Berlin, 19. 12. 1938 sowie 2. 1. und 30. 9. 1939. 4º. Zus. 2 Seiten. (221)
Schätzpreis: 200,- €
Ergebnis: 250,- €


An Hugo Eckener, den Nachfolger des Grafen Zeppelin. Alle drei Briefe über Bücher, die Eckener an ihn verliehen hat, darunter Eckeners Biographie des Grafen Zeppelin (erschienen in Stuttgart 1938) und einen Essay-Band von Mark Twain, "der den Aufsatz über die Juden enthält" (gemeint wohl: "Concerning the Jews", ein kleiner Aufsatz mit sowohl positiven wie auch negativen Ansichten Twains über die Juden). – Vor allem aber interessant die Ausführungen im Schreiben vom 2. Januar 1939, die Zukunft des Luftschiffs "Graf Zeppelin" betreffend: "Aus Ihren Mitteilungen … entnehme ich leider, daß Ihr Passagier-Luftschiff mit den Windmühlenflügeln Don Quichottes nicht in Fahrt zu bringen ist. Deshalb hat Ihr Gedanke, es zu einem ‚Expreß-Paket- und Frachtschiff‘ umzustempeln, sehr viel für sich …" Dies hat sich nicht erfüllt, die "Graf Zeppelin", seit Juli 1937 außer Dienst gestellt, mußte 1940 auf Anweisung des NS-Regimes verschrottet werden. – Zwei der Briefe als Reichsbankpräsident, einer aus Schachts Zeit als Reichsminister ohne Geschäftsbereich. – Gelocht, unten wasserrandig und beschnitten, Randeinrisse, gebräunt und fleckig.