147: ZEPPELIN, F. GRAF VON, Luftschiffkonstrukteur (1837-1917).

E. Briefentwurf o. U. Dat. "Dresden, Hotel Kaiser Wilhelm", 26. 1. 1902. Fol. Eine Seite. (221)
Schätzpreis: 400,- €
Ergebnis: 350,- €


Vom Grafen Zeppelin eigenhändig in seiner charakteristischen Schrift abgefaßter Briefentwurf (links oben als "Entwurf" bezeichnet) an die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft zur Förderung der Luftschiffahrt, betreffend die anstehende Liquidation der Gesellschaft wegen erheblicher finanzieller Schwierigkeiten. Nach einigen erläuternden Zeilen nennt Zeppelin drei wesentliche Punkte: 1. Seinem Sekretär Uhland, dem Liquidator, solle auf Grund einer beiliegenden Bilanz die Entlastung erteilt werden. – 2. Ausführungen zu einzelnen Posten der Bilanz, darunter auch dem des Honorars für einen Dr. Steiner, wohl der Rechtsanwalt Hermann Steiner in Stuttgart, der die Gesellschaft vertrat. Zeppelin erklärt, mögliche Ausfälle würde er "aus eigenen Mitteln decken". – 3. "Dem Herrn Uhland das in der Anlage entworfene Zeugnis auszustellen". – Interessantes wie unmittelbares Dokument aus der Anfangszeit der Zeppelin-Luftfahrt und der Bewältigung der zunächst sehr großen finanziellen Schwierigkeiten, die fast zum Abbruch des Vorhabens geführt hätten. Einen Weg aus der Notlage sollten erst die Idee zur Spendensammlung und die "Zeppelin-Lotterie" zeigen. – Ränder mit einigen Läsuren und Einrissen, leicht gebräunt.