141: RAINER, A.,

Maler (geboren 1929). 3 e. Briefe und e. Postkarte, davon ein Brief mit e. U., drei Schriftstücke e. monogr. "A." oder "R." Dat. Wien, 8. 12. (19)64, 2. 2. (19)65 und 19. 7. (19)65 (Lesung der Jahreszahl unsicher), die Karte undatiert (der Stempel nicht eindeutig zu lesen). 9,5 x 14,8 (Karte), 8° und Fol. (2). Zus. 5 ½ S. (155). Die Briefe jeweils mit Faltspuren; die Adresse auf der Postkarte getilgt.
Schätzpreis: 1.600,- €
Ergebnis: 1.300,- €


Damals schon über seine österreichische Heimat hinaus bekannt, wirbt der Künstler in unseren Briefen um die Freundschaft und Liebe einer Empfängerin namens Katrin, die er auch als “Liebes Katrinchen”, “Mein liebes kleines Katilein” oder “Meine liebe Freundin” anspricht.

 

Im Dezember 1964 heißt es noch: “Natürlich habe ich mir den Kopf zerbrochen, wie ich Dich endlich kriegen kann. Es ist mir aber eingefallen, daß es dazu noch zu früh ist.” In dem Schreiben vom 2. 2. 1965 verabredet der Maler ein Treffen in Ostberlin: “Obwohl Pläne über Beziehungen, die nach Deinem Brief eingerissen wie ein Windhauch sind, glaube ich doch, daß meine Gefühle am 10. Februar sicher dich umarmen möchten.”

 

Der dritte, offenkundig sehr rasch und mit einigen Streichungen zu Papier gebrachte Brief endet mit den Worten: “Du bist eine sehr sehr liebe Person und wenn Du fähig bist in Dir ein treues stetiges Feuer brennen zu lassen haben wir eine Zukunft. Ich mache jetzt auch Punkte, weil ich so intime Sachen Dir nicht zu schreiben getraue, wenn ich auch die ganze Zeit daran denke, und ich Dir noch einmal ins Ohr flüstern werde …” Daran schließt sich in drei Zeilen eine immer größer werdende Reihe von Punkten an.