14: "ERKLLÄRUNG DEß FALLSCHEN EYDTS"

(Kopftitel). Deutsche Handschrift auf Papier. Deutschland, dat. 1755. Ca. 52 x 43 cm. Mit Federzeichnung (ca. 17 x 11,5 cm), floralen Vign. als Rahmen sowie Überschrift und Federschwüngen in Rot, Grün und Gelb. 1 Bl. Unter Glas gerahmt (stärkere Altersspuren). (40)
Schätzpreis: 300,- €
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Ergebnis: 330,- €


Das großformatige Blatt diente zur Warnung vor dem Schwören eines Meineids. Es ersetzte wohl eine ältere Fassung aus dem Jahr 1595. Darauf weisen die Worte am Ende des ersten Abschnitts: "ißt zuo sunderer gutherziger Warnung dies Tafel hirin gehenckht worden 1595". – Solche Texte zur Warnung vor den Folgen eines Meineids wurden etwa auch in Einblattdrucken verbreitet. Die richtige Handhaltung beim Schwören eines Eides wird im Text und durch die große Zeichnung einer Schwurhand erklärt. Neben diesem Bild trugen auch die Merkverse am rechten und linken Rand zur einprägsamen Wirkung bei: "O Mensch hütte dich vor falschem Eid, dan der ist Gott im Himell Leid und bewere dein bössen Sin, dan Zeitt und Weill ist bald dahin, das bedenck alle Stund und beware wohl deinen Mundt". – Mit Faltspuren und kleinen Fehlstellen am Rand und an den Knicken (kleiner Bild – und Textverlust), stellenw. mit Farbabklatsch, etw. berieben und leicht fleckig.