1360: PRAETORIUS, J.,

Collegium curiosum privatissimum physiognom-chiromant-metoposcop-anthropologicum, Oder ein sehr nützliches Werck, darinnen curieus und doch vollkömmlich abgehandelt wird, was zur Physiognomie, Chiromantie, Metoposcopie und Anthropologie gehöret. Frankfurt und Leipzig, Stock, 1729. Mit 4 gefalt. Kupfertafeln, 4 gefalt. Holzschnitt-Tafeln und 3 Textholzschnitten (ohne das gestoch. Porträt). 3 Bl., 128 S. Mod. Umschl. (190)
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Dünnhaupt 71.3. Graesse, BMP, 101. – Erstmals 1704 erschienen. – "Er [Johann Praetorius; 1630-1680] ist ein wüthender Feind eines gewissen Kreises abergläubischer Anschauungen, wie sie das gewöhnliche, tägliche Leben zu beherrschen pflegen. Gegen diese zieht er spottend und scheltend zu Felde und seiner redseligen Feindschaft verdanken wir ein wahrhaft unerschöpfliches Register derselben. Aber dabei steckt er selber tief im Aberglauben, sobald derselbe nur eine Art religiöses, wissenschaftliches oder gelehrtes Gewand trägt. So sind die Astrologie und die Chiromantie, die Metoposcopie, der Glaube an Hexen und Zauberei für ihn unumstößlich sicher, sie sind theils Mittel, deren sich das göttliche Wesen zu seiner Offenbarung bedient, theils Mittel des Teufels, verwerflich aber in Wirklichkeit vorhanden" (ADB XXVII, 520). – Gebräunt und etw. fleckig.