131: KÖNIGSTETTEN – ZWEI EDIKTE.

Deutsche Urkunden auf Papier. Beide dat. Königstetten, 17. 5. 1748. Jeweils ca. 22 x 34 cm. Jede Urkunde eine Seite mit Auszeichnungszeile und papiergedecktem Siegel auf einem Doppelblatt. (28)
Schätzpreis: 250,- €
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Ergebnis: 400,- €


Zwei Anordnungen nach dem Tod des Rentmeisters Joseph Leopold von Oberlin im Auftrag des Bischofs von Passau, zu dessen Hochstiftsgebiet das in Niederösterreich gelegene Rentamt Königstetten gehörte: zum einen eine Aufforderung zur Anmeldung etwaiger Besitzansprüche an seinem Nachlaß; zum anderen eine Bekanntmachung der öffentlichen Versteigerung seiner "Verlassenschaftseffecten", also "Zim(m)er Mobilien, alß Bilder, Kästen, Better, … einige Manns-Kleider und Lein-Gewandt, eine goldene Repetier-Uhr und Toback-Dosen, … 150 Eimer Burg(under) Wein in eysernen Bandten, einiges Khue – und Schoff-Vieh sambt unterschidlichen Pferdt und Wägen Geschirr"; beide Edikte unterzeichnet von Kommissär und Rentschreiber. – Beide Urkunden mit Löchlein am Rand und Faltspuren, gering fleckig.

Beiliegen drei Urkunden der kaiserlichen Finanzverwaltung in Wien, dat. 2. 8. 1770, 9. 5. 1772 und 28. 5. 1774, jeweils mit papiergedecktem Siegel.