131: (ALBRECHT, MEISTER),

Rossartzneybüchlin: Auch wie man eines yegklichen Pferdts oder Ross Eygenschafft erkennen und probieren sol. Straßburg, J. Frölich, o. J. (um 1535). 4º. Mit Titelholzschnitt und 2 Holzschnitt-Initialen. XXIX S., 3 Bl. Mod. Ldr. (152)
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Vgl. VD 16 A 1616 (Gotha und Wien, ÖNB) und ZV 32028 (Wien, ÖNB). Benzing, Straßburg, 31 (Wien, ÖNB) und 32 (Marburg und Wien, ÖNB). IA 102.806 und 102.807. Muller 15 und 16. – Dem VD 16 und den Bibliographien sind zwei Drucke bekannt, die bei Frölich in Straßburg ohne Angabe eines Druckjahres erschienen. Die beiden im VD 16 verzeichneten Drucke mit dem gleichen Titelholzschnitt wie unser Exemplar, A 1616 jedoch ohne Druckvermerk auf dem Titel und beide mit Abweichungen in der Typographie. – Meister Albrecht (auch Albrant) soll Stallmeister am Hof Friedrichs II. gewesen sein. Der Text des unter seinem Namen bekannten Rossarzneibuches, das erste Werk über Pferdeheilkunde in deutscher Sprache, entstand wohl im zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts und erfreute sich aufgrund seiner Praxisnähe großer Beliebtheit. – Lagen am Bug jeweils verstärkt, Titel oben angerändert und mit kleinen hinterlegten Randeinrissen, Wurmloch oben durch alle Seiten (minimaler Buchstabenverlust), tls. hinterlegter und ergänzter Wurmfraß in den ersten XIII Seiten (etw. Buchstabenverlust), wenige Blätter im Rand hinterlegt, wenige Marginalien von alter Hand, tls. stärker fleckig und etw. gebräunt.

One of several editions by Fröhlich in Strasbourg; the digitalized copy of the Austrian National Library with identical collation as our copy but with different initials and title woodcut. – The oldest copy of this book on horsemenship, especially horse medicine, was printed in 1498. – Sheets backed at inner joint, title remargined on the upper margin and with small, backed marginal tears, worm hole on upper part (going through complete block; minimal loss of letters), first XIII pages with partly restored worming (some loss of letters), few pages with backed margins, few annotations by old hand, partly heavier soiled and tanned. – Modern calf.