1304: HONAUER, L.,

Six sonates pour le clavecin dediées a son altesse Monseigneur le prince Louis de Rohan. Livre premier (von 2). Gravé par Mad.me Oger. Paris, Selbstvlg., o. J. (1761). Fol. Titel, Widmung und 39 S. Notentext (alles gestochen). Mod. Hldr. im Stil d. Zt. mit Rsch. (27)
Schätzpreis: 300,- €
Ergebnis: 750,- €


Erste Ausgabe. – RISM A/I, H 6436. Eitner V, 199. MGG VI, 682. – Das noch im Selbstverlag hergestellte Opus 1 des wohl aus Straßburg stammenden Komponisten und Pianisten Leontzi Honauer (geboren um 1735), der im Zeitraum von 1760-90 in Paris wirkte und sich dort hoher Wertschätzung erfreute, übrigens auch beim jungen Mozart, der ihn 1763/64 in Paris kennengelernt hat. Mozart verwendete später einige Sätze aus Honauers Sonaten für seine frühen Pasticcio-Klavierkonzerte (KV 37, 40 und 41), so auch den ersten und dritten Satz aus der ersten der vorliegenden Sonaten für sein Konzert in G-Dur, KV 41. – Am Ende der letzten Sonate, die auch eine Violinstimme ad libitum enthält, die eigenhändige Signatur des Komponisten. – Das hier nicht vorliegende zweite Heft mit weiteren sechs von Mme. Oger gestochenen Sonaten ist im RISM verzeichnet unter der Nummer H 6443. – Etw. fleckig und gebräunt.