1299: HAYDN, J.,

Trois quatuors pour deux violons, alto, et basse. Oeuvre 59. 4 Stimmhefte. O. O., Dr. und J. (Wien, wohl Artaria, Plattennr. 93; ca. 1789/90). 4º. Titel und 15; 13; 10; 10 S. Notentext (alles gestochen). – NACHGEB.: DERS., Trois quatuors pour deux violons, alto, et basse. Oeuvre 60. 4 Stimmhefte. O. O., Dr. und J. (Wien, wohl Artaria, Plattennr. 77; ca. 1789/90). 4º. Titel und 15; 15; 10; 10 S. Notentext (alles gestochen). Pp. d. Zt. mit hs. Deckelsch. (beschabt und bestoßen). (27)
Schätzpreis: 400,- €
Ergebnis: 460,- €


Eine von mehreren frühen Ausgaben im Jahr der Erstausgabe oder bald darauf, der erste in Wien erschienene Druck dieser Werke. – RISM A/I, H 3516 (und Nachtrag HH 3516) und HH 3584a. Hoboken III: 57-59 und 60-62. – Die Streichquartette 57-62 in zwei Heften, aber als separate Drucke und in sich geschlossene Werke (Opera 59 und 60), wohl bald nach dem als Erstausgabe vermuteten Druck von Sieber in Paris und etwa gleichzeitig mit der bei André in Offenbach publizierten Ausgabe erschienen. Ungewöhnlich ist das Fehlen des Impressums der Ausgaben, über das auch Hoboken nur spekulieren konnte und dies durch eine mögliche Übernahme erklärte, doch ist kein anderer früherer Druck dieser Werke bekannt geworden, dem man diese Plattennummern zuordnen könnte: "Es ist merkwürdig, daß das erste Heft die höhere PNr. trägt und früher angezeigt wurde als das zweite mit der niedrigeren, wie denn überhaupt die beiden VNrn. chronologisch nicht in Artarias Produktion passen. Auch L[arsen] 200 weist darauf hin und hält es für möglich, daß Artaria die Platten anderswoher bezogen hat (vgl. hierzu Haydns Brief vom 22. IX. 1788 …) Mir ist kein Ex. mit Artarias VAg. bekannt." – Titel, zusätzlich eingebundene leere Zwischenblätter und Beginn des Notentextes mehrfach gestempelt "Trost", dazu mehrere Besitzvermerke desselben Namens, wohl nur von zufälliger Namensähnlichkeit mit Johann Tost (um 1755-1831), dem Widmungsträger der vorliegenden und der folgenden Quartette (Hob. III: 57-68, bekannt als "Tost-Quartette"). Tost war unter Haydns Leitung 1783-89 Violinist an der Esterh zyschen Hofkapelle. – Beide Titel im Bug hinterlegt, mit einigen hinterlegten Einrissen und Läsuren sowie mit rotem hs. Eintrag der Stimmbezeichnungen; Notentext nur mit einzelnen hinterlegten Einrissen, stellenw., vor allem die Titel, etw. fleckig und gebräunt.