1285: ADÈLE – JAGEMANN – PORTRÄTS

Drei großformatige Porträts von Personen der gehobenen Wiener Gesellschaft. Ca. 1865. Mit Blindstempel "Atelier Adèle" (2) und "Carl von Jagemann". Ca. 41,5 x 34 bis 49 x 40 cm; Kartongr.: 66,5 x bis 69 x 55 cm. (8)
Schätzpreis: 260,- €
Ergebnis: 130,- €


Schöne Studioporträts, die Porträtierten jeweils stehend in ganzer Figur, mit reicher Ausstattung. – Das Atelier Adèle wurde 1862 von Joseph Perlmutter im Namen seiner Tochter gegründet; der Trockenstempel noch ohne den Hofphotographentitel, den das Atelier erst 1868 erhielt. – Carl von Jagemann studierte zunächst Malerei bei Friedrich von Amerling, dann wandte er sich der Porträtlithographie und ab 1856 der Photographie zu. Er erhielt den im Trockenstempel genannten Hofphotographentitel 1864. – Karton gebräunt und mit kleineren Läsuren, leichte Altersspuren im Abzug.

DAZU: ELLINGER – Porträt eines bärtigen Mannes. In zwei Versionen: als Photographie (auf Karton mont.) und als Photogravüre. Beide Versionen e. sign. “Ellinger / Salzburg”, die Photographie zusätzlich mit Blindstempel des Photographen, nicht dat. (um 1914). Ca. 22,5 x 16,5 und 41 x 30 cm. – Porträt eines Manns mittleren Alters mit kontrastreichem Licht- und Schattenspiel. – Carl Ellinger war von ca. 1906 bis 1914 als Photograph tätig und verkaufte sein Photoatelier 1916 Betty Steinhart, die das Atelier als “Photo Ellinger” weiterführte. Auf Grund der eigenhändigen Signatur in Bleistift dürften beide Abzüge noch von Carl Ellinger selbst stammen.