1211: TÜRKEI – TODERINI, (G.),

Litteratur der Türken. Aus dem Italiänischen. Mit Zusäzen und Anmerkungen von Ph. W. G. Hausleutner. 2 Tle. in einem Bd. Königsberg, Nicolovius, 1790. Mit 2 gefalt. und ausfaltbaren Musikbeilagen. XXIV, 267 S., S. (XVII)-XX, 1 Bl., 325 S., S. (III)-VIII. Mod. Hldr. (36)
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Einzige deutsche Ausgabe, selten. – Hamberger/Meusel III, 128. Graesse VI/2, 165. Bigmore/Wyman III, 18. De Backer/Sommervogel VIII, 58. Pfannmüller 400 und 401. Eitner IX, 415. – Teil I mit Kapiteln über die einzelnen Wissenschaften und ihre Pflege in der Türkei; Teil II mit Beschreibungen verschiedener türkischer Bibliotheken, Akademien und Buchdruckereien. Der zweite Teil dieses zweiten Bandes enthält den ersten Katalog der 1727 gegründeten ersten türkischen Druckerei Konstantinopels mit räsonnierenden Beschreibungen ihrer Erzeugnisse. Insgesamt ist die "Letteratura turchesca" des Jesuiten Giambattista Toderini (1728-1799) eine bedeutende Quellenschrift und ein wichtiges Handbuch zur Wissenschaftsgeschichte in der Türkei. Es ist getragen von wohltuender Sachlichkeit und ohne jegliche Islamophobie und Türkenfeindlichkeit geschrieben. Die Zusätze und Anmerkungen des Übersetzers Philipp Wilhelm Gottlieb Hausleutner (1754-1820) sind mit der Paraphe "H." gekennzeichnet, wären aber in vielen Fällen auch ohne diesen Hinweis erkennbar als nicht von Toderini stammend – hält ihn doch Hausleutner bei aller Achtung von dessen wissenschaftlicher Leistung "allzusehr eingenommen von seinem Gegenstande" und im Urteil zuweilen "einseitig und partheiisch" (Teil I, S. XI). – Die erste Musikbeilage gestochen, die zweite typographisch. – Die Seitenzahlen XVIII-XX des ersten Teils sind doppelt vergeben. In unserem Exemplar ist außerdem, was zusätzlich verwirren kann, der Vortitel des zweiten Teils zwischen S. XXIV und den Vortitel des ersten Bandes verbunden (im Kollationsvermerk oben ist das richtiggestellt). Die beiden Inhaltsverzeichnisse sind jeweils ans Ende der Teile gebunden, das kann in anderen Exemplaren anders sein und zu einer abweichenden Kollationsangabe führen. – Titelseite des ersten Teils gestempelt und mit hs. Signaturvermerk, Fußschnitt mit leichten alten Tintenflecken, die typographische Tafel mit fachmännisch restaurierten Randläsuren, gleichmäßig etw. gebräunt.