1200: KURPFALZ – SAMMELBAND

mit 27 tls. sehr seltenen Streitschriften. Um 1665-69. 4º. Zus. ca. 120 Bl. Ldr. d. Zt. mit Rsch. und Wappensupralibros auf beiden Deckeln (tls. restauriert, Gelenk angebrochen, mit einzelnen Wurmspuren). (12)
Schätzpreis: 800,- €
Ergebnis: 400,- €


Überaus umfangreiche Sammlung zu Streitigkeiten insbesondere von Kurmainz mit der Kurpfalz, vor allem um das sogenannte Wildfangrecht, das Kaiser Maximilian der Kurpfalz im Jahr 1518 bestätigt hatte. Das Wildfangrecht bedeutete das Recht, Personen, die das Land passierten und sich nicht ausweisen konnten, sogenannte Wildlinge, zu eigenen Untertanen zu machen. – Meist handelt es sich bei den seltenen, sämtlich im VD 17 nachweisbaren Drucken um Kleinschriften von wenigen Blättern Umfang, die Bandbreite reicht von einem (gefalteten) Blatt (VD 17 7:704706Y) bis zu 52 Bl. (VD 17 1:015471G). – Vorsätze erneuert, anfangs mit einzelnen kleinen Wurmspuren (geringer Buchstabenverlust), ein Bl. mit hinterlegtem Randeinriß, fleckig und gebräunt. – Aus der Bibliothek des Freiherrn Johann Georg von Pichelsdorf (um 1655-1738) in Schloß Droß in Niederösterreich. – Aus einer Münchener Privatsammlung.