120: POPITZ, J., Politiker und Widerstandskämpfer des 20. Juli (1884-1945).

Masch. Brief mit e. U. Dat. Berlin, 23. 10. 1933. Fol. 1/2 Seite. (2)
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Als preußischer Finanzminister, der er von 1932-38 gewesen ist, an Ernst von Richter (1862-1935), seinen Amtsvorgänger in den Jahren 1921-25, in einer etwas heiklen Angelegenheit: Richter wurden gemäß Verfügung von Popitz überzahlte Pensionsbezüge in monatlichen Raten als Abzüge von den laufenden Bezügen einbehalten. – Popitz schloß sich schon um 1937/38 dem Widerstand gegen das NS-Regime an. Für Goerdeler erarbeitete er ein "Vorläufiges Staatsgesetz", das nach dem Putsch gegen Hitler in Deutschland in Kraft treten sollte. Vom Widerstand um Stauffenberg wurde Popitz zunächst als Finanz- und Kultusminister nach dem Sturz des Hitler-Regimes vorgesehen, doch distanzierte sich die Gruppe später wieder von ihm. Dennoch wurde Popitz am 21. Juli 1944 verhaftet und am 2. Februar 1945 in Plötzensee gehenkt. – Leichte Falz- und Knickspuren.