120: KIEPENHEUER & WITSCH – VERLAGSKORRESPONDENZ –

Zus. 14 hs. und ms. Briefe (zus. 17 S.) und eine Briefkarte, jeweils mit e. Unterschrift, unter anderem von Werner Bergengruen, Arnold Gehlen, Erich Kästner, Joachim Kaiser, Alfred Kantorowicz, Hermann Kasack, René König, Ernst Niekisch, Franz Tumler (3) und Johannes Urzidil; meist mit gedrucktem Briefkopf. Dat. 1952-78. Meist Fol. (135)
Schätzpreis: 1.000,- €


Briefe unterschiedlichen Inhaltes, meist zur Vorbereitung von Publikationen, Terminabsprachen und zu finanziellen Angelegenheiten, darunter sechs Briefe an Joseph Caspar Witsch (1906-1967) und zwei Briefe an den Lektor Rolf Schroers (1919-1981).

Joachim Kaiser entschuldigt sich in einem nicht datierten Brief an Rolf Schroers, der von 1955 bis 1957 als Lektor tätig war: "ja, ich bin schuldig und säumig", endet aber angriffslustig: "Ich höre, daß Herr Best meine Arbeiten nicht schätze und sich immer abfällig über sie geäußert habe. Schade, ich fand einen Aufsatz, den ich neulich von ihm im ‘Antares’ las, recht gut."

Eva Kampmann-Carossa wendet sich am 24. 3. (19)64 wegen der Vorbereitung des Briefbandes ihres Vaters Hans Carossa an Frau Kiepenheuer.

Ein Brief des Zionisten Max Kreutzberger als Vertreter des New Yorker Leo-Baeck-Institutes, datiert 17. 8. 1964, bezieht sich auf die Veröffentlichung des Werkes von Joseph Roth.

Erich Kästner schreibt in seinem Brief vom 7. 1. (19)65 etwa: "Neulich war ich wieder einmal in Agra, um meinen Gesundheitszustand nachprüfen zu lassen: es hat sich nichts geändert."

Intensive inhaltliche Auseinandersetzungen spiegelt das Schreiben von Ernst Niekisch (1889-1967), datiert Berlin, 22. 4. 1965, der ein Vorwort gegen Streichungen vehement verteidigt und als abgeschwächte Formulierung etwa wünscht: "Der Überheblichkeit, mit der die Budesrepublik auf die Deutsche Demokratische Republik blickt, fehtl (!) die tiefere Einsicht in die tragische Lage der deutschen Dinge."

Tls. gelocht, geringe Altersspuren. – Beiliegen zwei maschinenschriftliche Briefe des Papierfabrikanten und – forschers Armin Renker (1891-1961) aus dem Jahr 1942 an Karl H. Salzmann.