1167: RÜGEN – (GRÜMBKE, J. J.),

Streifzüge durch das Rügenland. In Briefen von Indigena. Altona, Hammerich, 1805. Mit 2 kolor. Kupfertafeln und 2 gefalt. Aquatinta-Tafeln. VI, 310 S., 2 Bl. (Anzeigen). Läd. Brosch. d. Zt. (134)
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Erste Ausgabe. – ADB X, 22. Holzmann/Bohatta IV, 3929. Goed. XIV, 46, 6, 1. – Gesuchte und damals gleich ins Englische übersetzte Veröffentlichung des Heimatforschers und – dichters Johann Jacob Grümbke (1771-1849) unter dem Pseudonym Indigena. "Das wichtigste … Buch über Rügen", wird noch heute geurteilt (Petra Dittrich und R. Moritz, Meine Inselbuchhandlung, Hamburg 2020, S. 87). – Mit seinem Jugendfreund und berühmten Landsmann Ernst Moritz Arndt und dem Dichter und Altenkircher Pfarrer Ludwig Gotthard (Theobul) Kosegarten unterhielt Grümbke persönliche Kontakte. In seinem Text geht er häufig kritisch auf seine drei Vorläufer ein: Rellstabs "Ausflucht nach der Insel Rügen" (1797), Zöllners "Reise durch Pommern nach der Insel Rügen" (1797) und Nernsts "Wanderungen durch Rügen" (1800). – Die Illustrationen für seine Streifzüge hat er selbst gezeichnet; die Kupfer zeigen einen sechseckigen Turm im Wald, eine malerische Fischerhütte auf Hiddensee, die beiden Radierungen Ansichten vom Kap Arkona und der Stubbenkammer. – Spiegel mit alter Widmung in Tinte, Frontisp. verso mit kleinem Siegellacktupfer, etw. braunfleckig, leicht gebräunt. – Unbeschnitten.