1156: BAYERN – OBERPFALZ – (SCHMID, K. VON),

Landrecht der Churfürst(fürstlichen) Du(rchlaucht) in Bayrn, etc. Fürstenenthumbs der Obern Pfaltz. 7 Tle. in 1 Bd. (München, Jäcklin), 1657 (d. i. 1659). Fol. Mit gestoch. Titel und 6 gleichen großen Wappenkupfern auf den Zwischentiteln. 7 Bl., 60 S., 3 Bl., S. 61-85, 7 Bl., S. 86-190, 4 Bl., S. 191-324, 9 Bl., S. 325-571, 6 Bl., S. 572-638, 6 Bl., S. 637 (recte 639)-693, 19 Bl. Pgt. d. Zt. (Rücken oben restauriert, einige Wurmlöcher und etw. Wurmfraß, Bindefäden fehlen, etw. fleckig, leicht berieben, bestoßen). (12)
Schätzpreis: 1.000,- €


VD 17 1:015924Z. Stobbe II, 390. Maillinger I, 536-37. Doberl II, 109. ADB XXXI, 679. – Nicht bei Lentner und Pfister. – Das kodifizierte Landrecht der Oberpfalz, als dessen Verfasser Kaspar Freiherr Schmid von Haslbach (1622-1693), seines Amtes Kanzler des Kurfürsten Ferdinand Maria von Bayern, genannt der "Friedliebende" (1636-1679) gilt. Das Landrecht ist von größter kulturhistorischer Bedeutung für die frühe Rechtssprechung der Oberpfalz, die nach der Niederlage des Kurfürsten Friedrichs V. in der berühmten "Schlacht am Weißen Berge" am 8. November 1620 zum Königreich Bayern kam. "An die Stelle (des Kurpfälzischen Landrechts) trat, als die Oberpfalz im dreissigjährigen Kriege an Bayern gekommen war, ein Landrecht von 1657, welches dem Baierischen Landrecht von 1616 entspricht" (Stobbe). – Der Band gliedert sich in: Summarischer Proceß, Gandt Proceß, Gerichtsordnung, Landrecht, Landts – und Policey Ordnung, Malefitz-Proceß Ordnung, Forst-Ordnung mit Gesamtregister. – Innengelenk etw. angebrochen, wenige Seiten zu Beginn und am Ende mit kleinen Wurmspuren im Bundsteg, oben tls. leicht wasserrandig (der Titel stärker), sonst kaum fleckig und gebräunt. – Breitrandig. – Selten. – Aus einer Münchener Privatsammlung.