1139: BAYERN – FREISING – MEICHELBECK, C.,

Historia Frisingensis. 2 Tle. in 3 Bdn. Augsburg und Graz, Veith (II: Augsburg, Merz und Mayer), 1724-29. Fol. Mit 2 gestoch. Frontisp. von J. H. Störcklin nach C. D. Asam, 13 Kupfertafeln, gefalt. Tabelle und zahlr. Textkupfern (ohne die mehrf. gefalt. Kupfertafel). 14 Bl., XL, 400 S., 1; 4 Bl., 576 S., 13; 6 Bl., XX, 503 S., 2 Bl., 420 S., 14 Bl. Blindgepr. Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln (Schließen fehlen, Rücken von Bd. II oben mit Fraßspuren, einzelne Wurmlöcher, etw. wasserrandig, etw. fleckig und gebräunt). (12)
Schätzpreis: 1.000,- €
Ergebnis: 550,- €


Erste Ausgabe. – Pfister I, 650. Dahlmann/Waitz 1873. – Nach Riezler das beste bis dahin erschienene landesgeschichtliche Werk des süddeutschen Raumes. Meichelbeck war 1722 aus Benediktbeuern nach Freising berufen worden, um für die Tausendjahrfeier der Bischofskirche eine Geschichte derselben vorzubereiten. Er "erwarb sich durch diese umfangreiche Arbeit verdiente Anerkennung bei seinen gelehrten Zeitgenossen. Sie ist breit angelegt und wesentlich urkundlicher Natur und die zahlreichen Urkunden, teils in den Text eingedruckt, teils jedem Bande in einer eigenen Abteilung beigegeben, verleihen ihr bis auf den heutigen Tag den Wert eines brauchbaren Quellenwerkes" (Wegele 701). – Komplett mit beiden Teilen, die jeweils in zwei Abschnitte unterteilt sind. – Ohne das große, mehrfach gefaltete Panorama von Freising, das fast immer fehlt. – Titel jeweils mit Besitzvermerk von alter Hand "Ad Archivium Prov. PP. Franciscanorum Monachii Bibl.", Vorsätze mit leichtem Wurmfraß, stellenw. wasserrandig, etw. fleckig und gebräunt. – Aus einer Münchener Privatsammlung.