1138: STREICHQUARTETTE DES FRÜHEN 19. JAHRHUNDERTS – SAMMLUNG von elf Drucken

vom Ende des 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts in ersten oder sehr frühen Ausgaben, darunter einige höchst seltene Drucke kaum bekannter Werke. Vier Sammelbände mit den Stimmen: Violine I und II, Viola und Violoncello. 4º. Hldr. d. späten 19. Jhdts. mit Deckelsch. (beschabt und bestoßen). (47)
Schätzpreis: 400,- €
Ergebnis: 550,- €

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Mit einigen Raritäten. – Bemerkenswerte Sammlung, in der sich einige sehr seltene Drucke und nahezu unbekannt gebliebene Werke finden, die meisten in ersten, teils auch in einzigen Ausgaben. – Enthalten sind folgende Streichquartette aus der Zeit um 1800 bis etwa 1830:

Von Louis Massonneau (1766-1848) das drei Quartette umfassende Op. 4 in der sehr seltenen Erstausgabe bei André in Offenbach (PN 569, 1793. – RISM A/I, 455043519).

Von Joseph Mayseder (1789-1863) das sechste Quartett, Op. 23 (Wien, Haslinger, PN 3086, 1820. – Hellsberg, Mayseder, Op. 23. RISM ID-Nr. 654000773, mit aufgeklebter Adresse von Falter in München, der ursprüngliche Verleger Haslinger offenbar bisher nicht bekannt, da nur das Exemplar mit tektiertem Impressum im RISM verzeichnet ist). – Rarissimum.

Der erste Teil eines Arrangements zur Oper Zelmira von Rossini, erstellt von Franz Alexander Pössinger (1767-1827; Wien, Artaria, PN 2711, wohl um 1825).

Das "Potpourri pour le Violon avec Accompagnement d’un second Violon, Viola et Violoncelle", Op. 5, von Louis Spohr (Leipzig, Peters, PN 465, 1814). – Späte Titelauflage der Erstausgabe bei Kühnel in Leipzig, erschienen 1806. – Göthel, Werkverzeichnis Spohr, 35.

Von (Maurice/Moritz) Spring (wohl ein Violonist des frühen 19. Jahrhunderts, nachgewiesen zwischen 1805 und 1838) ein "Quatuor pour deux violons, viola et violoncelle … dédié à Son Excellence Monsieur le Comte F. J. de Wrtby" (Leipzig, Breitkopf und Härtel, PN 2413, um 1818). – Äußerst seltener Druck, über den KVK nur ein Exemplar nachweisbar, dieses mit überklebtem Impressum durch ein Händleretikett von Plattner in Rotterdam. Ein weiteres nachweisbares Werk, ein Duo, hat Spring in Moskau veröffentlicht, wahrscheinlich wirkte er in Osteuropa oder Rußland. Das vorliegende Streichquartett mit sehr virtuoser Violinstimme, die übrigen Instrumente haben begleitenden Charakter.

Drei dem Grafen Palffy gewidmete Streichquartette des Wiener Kapellmeisters Friedrich Starke (1774-1835), auf dem Titel fälschlich "François" genannt (Wien, Artaria, PN 1720, laut Weinmann, Artaria, S. 84, im Jahr 1805 gedruckt) – sehr selten.

Weiterhin Publikationen aus der Zeit um 1830 bis um 1850/60: Eine Sammlung von Ausgaben der Quartette Opp. 12, 13, 44 (Nr. 1-3), 80 und 81 von Felix Mendelssohn Bartholdy, erschienen in der Collection Litolff in Brauschweig, das erste und das zweite Streichquartett von Ludwig von Steinlein, Opp. 10 und 11 (Mainz, Schott), das 21. Streichquartett des Berliner Komponisten Wilhelm Taubert (1811-1891), Op. 93 (Breitkopf und Härtel in Leipzig, PN 8638, um 1853) und das Streichquartett Op. 3 von Georg Wichtl (1805-1877), ebenso bei Breitkopf und Härtel, wohl 1832 erschienen.

Ein Bl. der Violastimme des Quartetts von Wichtl bei der Violine I eingeb., alle Drucke mit alten Blattweisern, gelegentliche einzelne Vermerke, unterschiedlich gebräunt und fleckig, mäßige Gebrauchsspuren.