1120: REISSIGER – Sammlung der Klaviertrios Nr. 1-10 in ersten und frühen Ausgaben

in drei Bänden der Stimmen Klavier, Violine und Violoncello. Fast alle Drucke erschienen in Leipzig bei Peters, Hofmeister und Kistner, ca. 1824-37. Fol. Tls. beschäd. Hlwd. d. späten 19. Jhdts. (47)
Schätzpreis: 250,- €


Die ersten zehn der insgesamt 27 Klaviertrios von Carl Gottlieb Reißiger (1798-1859): Nr. 1, Op. 25: Leipzig, Peters, o. J. (Plattennr. 1838, um 1824). – Erste Ausgabe. – Nr. 2, Op. 33: Bonn, Simrock, o. J. (Plattennr. 2333, um 1826). – Wohl die zweite Ausgabe, die erste 1825 bei Farrenc in Paris erschienen. – Nr. 3, Op. 40: Leipzig, Hofmeister, o. J. (Plattennr. 1173, 1826). – Erste Ausgabe. – Nr. 4, Op. 56: Leipzig, Kistner, o. J. (Plattennr. 491, um 1830). – Frühe Ausgabe, zuerst 1829 bei Probst in Leipzig erschienen. – Nr. 5, Op. 75: Bonn, Simrock, o. J. (Plattennr. 3004, 1832). Erste Ausgabe. – Nr. 6, Op. 77: Leipzig, Peters, o. J. (Plattennr. 2277, wohl 1832/33). – Erste Ausgabe. – Nr. 7, Op. 85: Leipzig, Peters, o. J. (Plattennr. 2455, wohl 1834). – Erste Ausgabe. – Nr. 8, Op. 97: Leipzig, Peters, o. J. (Plattennr. 2528, wohl 1834/35). – Erste Ausgabe. – Nr. 9, Op. 103: Leipzig, Peters, o. J. (Plattennr. 2593, 1836). – Erste Ausgabe. – Nr. 10, Op. 115: Leipzig, Peters, o. J. (Plattennr. 2653, wohl 1837). – Erste Ausgabe.

Reißiger, seit 1826 Musikdirektor und später Hofkapellmeister in Dresden, ist heute insbesondere noch durch seine Förderung des jungen Richard Wagner und die von ihm 1842 geleitete Uraufführung des "Rienzi" am Dresdener Hoftheater bekannt. In seiner Zeit war Reißinger ein geschätzter Komponist. Gerade seine frühen Klaviertrios trugen erheblich dazu bei, daß sich sein Schaffen in der Musikwelt etablieren konnte. So urteilte etwa die Berliner Musikzeitung Echo im Februar 1855 anläßlich einer Besprechung seines Oratoriums "David": "Durch zahlreiche, glänzende und dankbare Klaviertrios eingeführt, componirte Reissiger fast in allen Fächern der Kunst wohllautende und gemüthvolle Musikstücke und schwang sich selbst bis zu höchsten Formen im Vocalen und Instrumentalen empor" (5. Jg., Nr. 7, S. 54). – Es fehlt die Violoncellostimme des ersten Trios. – Einzelne Lagen gelockert, erster Titel mit Einriß, alle Titel und erste Bl. mit Stempel "v. Vitzthum"; tls. stärker gebräunt und fleckig, Gebrauchsspuren.