104: INNKREIS – KIRCHENRECHNUNG.

Deutsche Handschrift auf Papier. Wohl Sankt Martin im Innkreis, dat. 1668. Fol. Mit kalligraphierten Überschriften. 24 Bl. (die letzten drei weiß). Ohne Einband. (14)
Schätzpreis: 300,- €
regelbesteuert 19% MwSt.


Aufzeichnungen über Einnahmen und Ausgaben einer Kirche im Innkreis. – Im Manuskript ist der Name des Ortes oder der Kirche nicht angegeben, doch finden sich bei den Namen der Schuldner Ortsnamen wie "St. Mörthen" (Sankt Martin), "Sündthöring" (Sindhöring), "Dierichshofen" (Dietrichshofen), "Kharchhamb" (Karcham), "Praitsnaich" (Breitenaich) oder die Zugehörigkeiten, etwa Schärdingischen Landgerichts, Riederischen Pfleggerichts oder hochgräflich Rheinstein-Tattenbachische Untersassen; so ist eine Zuweisung an eine Kirche im oberösterreichischen Innviertel möglich, wohl in einem der größeren Orte wie Ried oder Sankt Martin. – Neben den Zinseinnahmen sind etwa Einnahmen aus Kirchengeld ("Gottsberath"), dem Opferstock bei einer Sebastiansfigur oder "An geopfertem unnd verkhaufften Hennengeflügel" verzeichnet. Ausgaben betreffen etwa die PRiesterschaft und Kirchendiener, Unterhalt und Beleuchtung, Oblaten, Opferwein und Weihrauch. Am Ende (fol. 18-21) sind Einnahmen und Ausgaben des Armenhauses eingetragen. – Bl. 15 lose, etw. fleckig.